Bildungsurlaub Hamburg: Anspruch und Antrag
Hamburg behält die Bezeichnung Bildungsurlaub bei. Der Anspruch kann für berufliche oder politische Bildung sowie für die Qualifizierung zur Wahrnehmung ehrenamtlicher Tätigkeiten genutzt werden. Entscheidend ist die Anerkennung des gewählten Angebots nach dem Hamburger Gesetz; der Kursname allein genügt nicht.
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Anspruch, Dauer und Wartezeit
- Gesetzliche Grundlage
- Hamburgisches Bildungsurlaubsgesetz
- Regelumfang bei einer Fünftagewoche
- 10 Arbeitstage in 2 Kalenderjahren
- Wartezeit
- 6 Monate
- Antrag beim Arbeitgeber
- in der Regel 6 Wochen vor Beginn
Bei einer Fünftagewoche sieht das Hamburgische Bildungsurlaubsgesetz zehn Arbeitstage innerhalb von zwei Kalenderjahren vor. Der Anspruch wird erstmals nach sechs Monaten Beschäftigung erworben. Die Zahl der regelmäßigen Wochenarbeitstage ist für die Dauer relevant. Für den eigenen Zweijahreszeitraum sollten bereits genutzte Tage festgehalten werden. Landesinformationen zu Hamburg.
Betriebsgröße und mögliche Ausnahmen
Nach der Information der Hamburger Volkshochschule gilt der Anspruch unabhängig von der Betriebsgröße. Das bedeutet jedoch keine freie Terminwahl ohne Rücksicht auf den Betrieb. Zwingende betriebliche Belange und sozial vorrangige Urlaubswünsche können entgegenstehen; Einzelheiten bitte im Landesgesetz prüfen.
Den Antrag vorbereiten
Bei längeren Sprachkursen lohnt eine Vorbereitung mit zwei getrennten Übersichten: eine für die freizustellenden Arbeitstage und eine für die privaten Kosten. Klären Sie mit dem Veranstalter, welcher Termin zur Anerkennung gehört und wann die Buchung verbindlich wird. Für die Vertretungsplanung reicht zunächst der beantragte Zeitraum. Halten Sie die Entscheidung anschließend ausdrücklich fest, damit niemand aus einer Kursreservierung bereits auf eine gesicherte Abwesenheit schließt. Besprechen Sie offene Fragen möglichst vor einer kostenpflichtigen Reisebuchung.
Die folgende Vorlage ist eine Formulierungshilfe. Ergänzen Sie Ihre Angaben und verwenden Sie vorrangig ein amtliches Formular, soweit vorgesehen. Prüfen Sie vor dem Versand die vorgeschriebene Form und die vollständigen Anlagen.
Betreff: Bildungsfreistellung nach Hamburgisches Bildungsurlaubsgesetz
Hiermit beantrage ich die bezahlte Freistellung für die Veranstaltung [Titel] bei [Bildungsträger] vom [Beginn] bis [Ende] für [Anzahl] Arbeitstage. Das Programm, die Anmeldebestätigung und die erforderlichen Anerkennungsunterlagen füge ich bei. Bitte bestätigen Sie den Eingang und teilen Sie mir Ihre Entscheidung mit.
[Name, Datum, gegebenenfalls Unterschrift]
Anerkannte Bildungsträger und Kurse finden
Das Hamburger Anerkennungsverzeichnis ermöglicht die Suche nach Kursen und Anbietern. Auch die Hamburger Volkshochschule informiert über Bildungsurlaube. Sichern Sie die Angaben des ausgewählten Kurses und lassen Sie sich den Anerkennungsnachweis für die Personalstelle geben. Die Nennung eines Anbieters ist keine pauschale Empfehlung für sein gesamtes Programm. Die zuständigen Portale sind unten unter „Quellen und Aktualität“ verlinkt.
Häufige Fragen
Schließt ein kleiner Betrieb Bildungsurlaub in Hamburg aus?
Die Hamburger Volkshochschule beschreibt den Anspruch als unabhängig von der Betriebsgröße. Betriebliche Gründe gegen einen Termin sind gesondert zu prüfen.
Wo suche ich anerkannte Hamburger Kurse?
Im behördlichen Hamburger Anerkennungsverzeichnis können Sie nach Kursen und Anbietern suchen.
Nach der Freigabe können Sie Bildungsurlaub im SL-Urlaubsplaner mit einem eigenen Abwesenheitskürzel erfassen. Prüfen Sie dessen Einstellung, damit die Freistellung getrennt vom Erholungsurlaub bleibt.
Quellen und Aktualität
Geprüft anhand der folgenden Primärquellen. Allgemeine Information ohne Gewähr; keine Rechtsberatung.